Was ist denn eigentlich...?

Hier finden Sie in einem kleinen Lexikon und mit möglichst einfachen Worten die Erklärung typischer Begriffe aus dem Bereich der Kommunikationstrainings:

 

> 360 ° Feedback

> Beratung

> Coaching

> Einzelsupervision

> Gestaltberatung und -therapie

> Gruppendynamik

> Humanistische Psychologie

> Klärungshilfe

> Körperaktivierende Methoden

> Kommunikationsmodelle

> Mediation

> Moderation

 

> Neuro-linguist. Programm

> NLP

> Phantasieübungen

> Rollenspiel

> Supervision

> Systemische Betrachtung

> Teamcoaching

> Team-Entwicklung

> Teamphasen

> Themenzentr. Interaktion

> Transaktionsanalyse

> TZI

 

 

 


360° Feedback

Feedback heißt Rückmeldung, also: wie wirkt es? Ohne Feedback ist wie mit geschlossenen Augen Autofahren - es gibt keine Rückmeldung über das Lenkergebnis.

Mit 360°-Feedback sind spezielle organisierte Feedback-Prozesse im Unternehmen gemeint, die sowohl Vorgesetzte, Kollegen und Mitarbeiter als auch Kunden, Lieferanten o.ä. einbeziehen.
 

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Beratung

Es steht immer das Ziel im Vordergrund, der Wunsch nach Entwicklung oder Veränderung und was dafür notwendig ist. Der "Blick zurück" ist anders als in manchen Therapieansätzen nur sinnvoll, wenn es für den "Weg nach vorn" hilfreich ist. Der Klient bleibt für die ganze Zeit verantwortlich für seinen Prozess.
 

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Coaching

Eine Beratung speziell zu Fragen aus dem Spannungsfeld zwischen Persönlichkeit und Beruf. Meist regelmäßige Einzelgespräche zwischen Coach und Gecoachtem mit dem Ziel, Themen wie z.B. Führungsstil, Karriere, persönliche Potentialentwicklung, Zielorientierung, berufliche Identität oder Konflikte zu klären. Gelegentlich gibt es auch "Gruppencoaching", also Coaching in Kleingruppen zu bestimmten Fragestellungen.

 

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Einzelsupervision

Entweder synonymer Begriff zum Coaching, oder aber fachlich orientierte Beratung durch erfahrene Berufspraktiker. In Berufen des sozialen Bereichs wird das Wort Supervision eher verwendet, in anderen Branchen überwiegt der Begriff Coaching.
 

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Gestaltberatung und -therapie

von Lore und Fritz Perls in den 50er Jahren ent- wickelter und von Hilarion Petzold zur "Integrativen Therapie" weiterentwickelter Ansatz. Demnach wird uns Verhalten davon gesteuert "Gestalten zu schließen", d.h. angefangene oder noch offenen Fragen zu klären, unerledigte Geschäfte (auch die aus der eigenen Biografie) zu vollenden. Ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild liegt der Schlüssel für vieles im Hier und Jetzt. Alles Ver- gangene und Zukünftige spielt nur eine Rolle, wenn es im Hier und Jetzt bedeutsam ist. Als wesent- liche Vertreterin der Humanistischen Psychologie verbindet die G. damit östliche Philosophie mit westlichem Veränderungsansatz. Basis aller Zusammenarbeit ist der "Kontakt" zwischen Berater und Klient. Mit einer sensiblen Mischung aus Akzeptanz und Konfrontation ("skillfull frustration") werden integrierte Lösungen möglich.
 

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Gruppendynamik

Oberbegriff für alle Prozesse, die zwischen den Mitgliedern eines Teams oder einer Gruppe stattfinden und so dem ganzen Gruppengeschehen eine Bewegung geben. Typisches Beispiel ist die "Wahl" von informellen Führern und Außenseitern im Gruppenbildungsprozess. Aspekte der Gruppendynamik sind besonders bei der Team-Entwicklung bedeutsam.
 

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Humanistische Psychologie

Eine von A. Maslow u.a. entwickelte Richtung der Psychologie, die in den 50er Jahren des 20 Jahrhunderts entstand. In Abgrenzung zur klassischen Psychotherapie wird der Klient nicht mehr als "krank" oder defizitär gesehen, sondern jeder Mensch ist von vorneherein mit allem ausgestattet, was er für ein erfülltes Leben braucht. Folgerichtig sind auch alle auf den ersten Blick noch so unsinnig wirkenden Verhaltensweisen in irgendeiner Weise sinnvoll, oder waren es zumindest in der Vergangenheit des Klienten. Aufgabe der Beratung oder Therapie ist es, den aktuellen Nutzen von Verhaltensmustern neu zu klären. Ansatz nach Karl Rogers ist daher unbedingte Wertschätzung der Person des Gegenübers, eigene Authentizität und empathisches Einfühlungsvermögen  in die subjektive Situation des Gegenübers. Wichtige Vertreter der Humanistischen Psychologie sind u.a. die Bioenergetik (A. Lowen), die Gesprächspsychotherapie (Karl Rogers), das Psychodrama ( L. Moreno), die Gestalttherapie (L. u. F. Perls), die Themenzentrierte Interaktion (R. Cohn) und die Transaktionsanalyse (E. Berne).
 

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Klärungshilfe

Eine Art der Konfliktlösung. Nach Christoph Thomann geht es zuerst darum, dass sich jeder der Beteiligten über seine eigenen Interessen und Sichtweisen klar wird. Durch den sogenannten "Dialog der Wahrheit" können die Konfliktparteien dann Verständnis für die Sichtweise der anderen Seite erlangen, so dass dadurch dann eine nachhaltige Versöhnung oder Vereinbarung für die weitere Zukunft möglich ist. Die Rolle des Klärungshelfer ist hier, den Kontakt wieder herzustellen, beide Seiten verstehen zu wollen und das gegenseitige Verständnis zu fördern und dabei u. U. als eine Art "Übersetzer" aufzutreten.
 

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Körperaktivierende Methoden

Selbstverständlich findet jedes Lernen und jede Entwicklung immer ganzkörperlich statt, also nicht nur mit dem Kopf. Erst durch die Verbindung mit körperlicher Bewegung prägt sich Erlebtes ein. Insofern haben körperaktivierende Methoden fast überall im Seminar ihren Sinn. Ob es sich um Entspannungs-, Aktivierungs- oder sonstige Bewegungen handelt, entscheidet der Kontext.
 

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Kommunikationsmodelle

Vereinfachte Sichtweisen über das, was bei Kommunikation stattfindet. Als Beispiel sei hier das Kommunikationsquadrat von Prof. Friedemann Schulz von Thun genannt. Es sieht in jeder Botschaft vier Seiten, also in jeder Botschaft steckt 1. ein sachlicher Anteil, 2. eine Aussage über den Sprechenden, 3. eine Aussage darüber wie der Sprechende die Beziehung zum Zuhörer einschätzt und 4. einen Appellanteil. Die Frage am Mittagstisch": "Was ist denn das Grüne da in der Suppe?" lässt sich also zum Beispiel (aber nur zum Beispiel!) so verstehen: 1. "Da ist etwas Grünes in der Suppe." 2. "Das macht mich ziemlich misstrauisch!" 3. "Was setzt du mir da für ein komisches Zeug vor die Nase?" und 4. "Bitte in Zukunft keine solchen Experimente mehr!". Es liegt an der Wahrnehmung des Hörers, auf welche dieser vier Aspekte er reagiert: z.B. 1. "Das sind chinesische Wurzeln!" 2. "Das hat mir Deine Freundin Renate empfohlen, es ist..." 3. "Wenn's dir nicht schmeckt, dann koch dir doch selber was!" und 4. "Probier' doch wenigstens erst mal!".
 

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Mediation

eine Art der Konfliktlösung. Hierbei tritt der Mediator als eine Art allparteilicher Vermittler auf, der zwischen den eventuell unüberwindlich gewordenen Gräben der Parteien hin und herpendelt. Methode ist, von Positionen zu Interessen, also von unverrückbaren Standpunkten zu den dahinterliegenden Vorstellungen, Wünschen und Erwartungen zu kommen. So ist es wesentlich leichter, nachhaltige Einvernehmlichkeit zu erzielen. Ziel ist es oft, zu einer stabilen Einigung zu kommen, ohne dabei den Gerichts- oder Klageweg beschreiten zu müssen.
 

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Moderation

Eine Art der Gesprächsleitung, bei der meist nach den Regeln des TZI versucht wird, Besprechungen oder Workshops zu strukturieren. Methoden sind im Wesentlichen: Einführung einer wertschätzenden Art der Kommunikation, Visualisierung aller wesentlichen Punkte, Focusierung auf klare Einzelfragen, Berücksichtigung des Gruppenprozesses und Integration eventuell auftretender Störungen.
 

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NLP

Neuro-Linguistisches Programm, von Grinder und Brandler in den 60er Jahren entwickelte Methodensammlung, um mit Einzelnen und Gruppen schnell und wirksam Ziele zu erreichen. NLP sieht sich als eine Synthese verschiedener psychologischer Systeme. Durch die Analyse der individuellen Verhaltensweisen bekannter Therapeuten wurden erfolgreiche Grundstrukturen von Sprache und Verhalten entwickelt. Mit NLP lassen sich die eigenen eingefahrenen Denk- und Verhaltensschemata auf ihre aktuelle Sinnhaftigkeit untersuchen und eventuell umdefinieren.
 

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Phantasieübungen

In vielen Beratungssituationen ist es sinnvoll, auch die nicht-rationalen Quellen anzuzapfen. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von sogenannten Phantasiereisen, die richtig angeleitet zu Lösungsbilder zu den jeweiligen Fragestellungen führen können - natürlich ohne dass der Reisende dabei die Kontrolle über sich verliert - Auch für kreative Fragestellungen sind Kreativitätstechniken, wie z.B. das Brainstorming, eine gute Möglichkeit zu vielen ungewöhnlichen Ideen zu kommen.
 

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Rollenspiel

Eine der Methoden, in Seminaren und Workshops realitätsnah Themen zu bearbeiten. Mit den tatsächlichen Beteiligten oder "Statisten" werden reale Situation nachgestellt oder "vorgeübt", mit dem Ziel, möglichst praxisnah und doch in geschützter Übungssituation individuelle Lösungen für konkrete Fragen zu finden.
 

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Supervision

im Sozialen Bereich üblicher Begriff für Team-Entwicklung oder Klärungshilfe, wenn es darum geht, konkreten Fragen eines Teams bezüglich der Zusammenarbeit und des Umgangs miteinander nachzugehen und eventuell Störungen auszuräumen. "Fall-Supervision" dagegen ist die inhaltliche Begleitung von z.B. Therapeuten durch einen erfahrenen Kollegen, um die inhaltliche Vorgehensweise und eventuell daraus resultierende persönliche Fragestellungen der Supervisanten bei den "Fällen" vor- und nachzuklären. 

Neuerdings auch für nicht-therapeutische Branchen der Begriff "Business Supervision", um zu zeigen, dass es auch hier um ein Verstehen der Hintergründe gehen muss .
 

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Systemische Betrachtung

Die vielfältigen "Fäden", die sich zwischen den Mitgliedern einer Gruppe, eines Systems spinnen, ergeben häufig ein komplex gewobenes Netz. Dieses setzt sich zusammen aus Kooperationsstrukturen (also wer arbeitet mit wem wie zusammen?), den strukturellen Rahmenbedingungen (also z. B. die hierarchische Struktur des Unternehmens), den zwischenmenschlichen Beziehungen und den vorherrschenden Verhaltensnormen. Aus diesen Aspekten ergibt sich eine ganz eigene Dynamik. Erst die ganzheitliche, systemische Betrachtung legt offen, wo sinnvolle Interventionen im System möglich sind.
 

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Teamcoaching/Team-Entwicklung

auch Supervision genannte Treffen von Mitgliedern einer Arbeitsgruppe, um konkrete Fragen der Zusammenarbeit zu besprechen und eventuelle Störungen auszuräumen. Ursprünglich war Teamcoaching eine Variante des Einzelcoachings, also Coachingtreffen in einer Gruppe sonst nicht zusammenarbeitender Einzelcoachees. Inzwischen hat sich der Begriff aber etabliert zur Bezeichnung eines Prozessbegleitung für Arbeitsteams. Diese findet sinnvollerweise monatlich ca. 3-4 stündig oder halb/ganzjährig 1-2 Tage statt.
 

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Teamphasen

Jedes Team, was sich bildet, durchläuft im Laufe seiner Lebenszeit verschiedene Phasen: Neue Teams sind noch wackelig, die Mitglieder fühlen sich etwas heimatlos, brauchen starke Unterstützung, später entstehen in vielen Teams notwendige Konflikte und Streitigkeiten, um sich dann über ein gemeinsames Vorgehen einigen zu können. Routinierte Teams sind zwar effizient, neigen aber zu Scheuklappen und Unflexibilität. NAch den Ideen des situationsbezogenen Führungsstiles ist es Aufgabe der Mitarbeiterführung, Mitarbeiter und Teams entsprechend der Teamphasen zu steuern und zu unterstützen.
 

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Themenzentrierte Interaktion (TZI)

von Ruth Cohn entwickeltes populäres Verfahren der Humanistischen Psychologie für Gruppenarbeit. Der Nachdruck liegt auf der Lebendigkeit des gemeinsamen Prozesses mit dem Ziel, wachstumsfreundliche ganzheitliche und ehrliche Lösungen zu finden. Methoden sind u.a. die Herstellung eines ausgewogenen Gleichgewichts zwischen Person, Gruppe, Thema und Rahmenbedingungen ("globe").
 

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Transaktionsanalyse

von Eric Berne in den 60er Jahren entwickeltes Behandlungskonzept. Es fußt auf der Vorstellung, dass unser Handeln, Fühlen und Verhalten von drei Persönlichkleitsanteilen geleitet ist: dem "Eltern-Ich" dem "Erwachsenen-Ich", und dem "Kind-Ich". Die "Analyse der Transaktionen" hilft, die Erledigung der menschlichen Geschäfte zu verstehen. Unbewußte "Spielchen" können mit ihren Hintergründen verstanden und verändert werden.
 

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